PROCESSTHERM S-460 erfolgreich im Praxiseinsatz

Praxisbericht zu einem Hochtemperatur-Pumpenprüfstand bis 450 °C

Ein Pumpenprüfstand für Hochtemperatur-Anwendungen bis 450 °C wurde erfolgreich in Betrieb genommen. Bei dem Projekt mit AURA und Circutec kommt PROCESSTHERM S-460 als Wärmeträgerflüssigkeit zum Einsatz.

Für PROCESSTHERM ist das Projekt ein konkretes Praxisbeispiel dafür, welche Anforderungen Hochtemperatur-Prozesswärme an Wärmeträgerfluid, Betriebsbedingungen und technische Begleitung stellen kann. PROCESSTHERM S-460 wurde für die Inbetriebnahme und die ersten Versuchsreihen des Pumpenprüfstands eingesetzt.

1. PROCESSTHERM S-460 im Hochtemperatur-Pumpenprüfstand

PROCESSTHERM S-460 ist eine Hochtemperatur-Wärmeträgerflüssigkeit auf Basis von Polydimethylsiloxanen, kurz PDMS. Damit unterscheidet sich die Fluidchemie grundsätzlich von klassischen kohlenwasserstoffbasierten Wärmeträgerölen.

Gerade bei Anwendungen mit hohen Betriebstemperaturen ist die Auswahl des Wärmeträgers jedoch nur ein Teil der technischen Aufgabenstellung. Neben dem eingesetzten Wärmeträgerfluid spielen auch die konkreten Betriebsbedingungen und die Anlagentechnik eine wichtige Rolle. Entscheidend ist deshalb nicht allein die Frage, welches Produkt eingesetzt wird, sondern wie Fluid, Anlage und Betriebsweise zusammenwirken.

PROCESSTHERM begleitet das Projekt mit der Bereitstellung von PROCESSTHERM S-460 und der notwendigen technischen Unterstützung. Damit steht nicht nur das Wärmeträgerfluid selbst im Mittelpunkt, sondern auch dessen Einordnung in die jeweilige Hochtemperatur-Anwendung.

Projektteam vor dem Hochtemperatur-Pumpenprüfstand mit PROCESSTHERM S-460
Gemeinsames Hochtemperatur-Projekt von PROCESSTHERM, AURA und Circutec.

2. Warum die Fluidchemie bei hohen Temperaturen relevant ist

Mit steigender Prozesstemperatur gewinnen auch Fragen zur Wärmeträgerchemie an Bedeutung. Eine PDMS-basierte Wärmeträgerflüssigkeit unterscheidet sich stark von klassischen organischen Thermalölen. Erfahrungen und Bewertungsmaßstäbe aus kohlenwasserstoffbasierten Systemen lassen sich deshalb nicht automatisch auf jede andere Fluidchemie übertragen.

Daraus ergeben sich für Hochtemperatur-Anwendungen mehrere technische Fragestellungen: Welche Auswirkungen hat die eingesetzte Wärmeträgerchemie auf den Betrieb der Anlage? Welche Betriebszustände sind für die thermische Belastung der Wärmeträgerflüssigkeit relevant? Und welche Informationen werden später benötigt, um den Zustand des eingesetzten Wärmeträgers technisch sinnvoll zu beurteilen?

Genau an diesem Punkt geht die technische Betrachtung über die reine Produktauswahl hinaus. Für PROCESSTHERM gehören deshalb neben der Bereitstellung der Wärmeträgerflüssigkeit auch technische Beratung sowie die spätere Analyse und Zustandsbewertung des Fluids zum Gesamtbild einer solchen Anwendung.

3. Erfolgreiche Inbetriebnahme dokumentiert

Inzwischen wurde die Anlage erfolgreich in Betrieb genommen. PROCESSTHERM S-460 kommt dabei im realen Anlagenbetrieb unter den für den Prüfstand vorgesehenen Hochtemperaturbedingungen zum Einsatz.

Das Anlagen-Display dokumentiert einen realen Betriebszustand. Sichtbar ist ein Sollwert der Vorlauftemperatur von 450 °C. Zum Zeitpunkt der Aufnahme beträgt die angezeigte Vorlauftemperatur 442 °C.

Anlagen-Display des Hochtemperatur-Pumpenprüfstands mit 450 Grad Sollwert und 442 Grad Vorlauftemperatur
Anlagen-Display nach erfolgreicher Inbetriebnahme: Sollwert 450 °C bei einer angezeigten Vorlauftemperatur von 442 °C.

Das Foto macht die Hochtemperatur-Anwendung unmittelbar nachvollziehbar. Statt lediglich über den vorgesehenen Temperaturbereich des Pumpenprüfstands zu berichten, lässt sich damit ein konkreter Betriebszustand der erfolgreich in Betrieb genommenen Anlage dokumentieren.

Projektdaten auf einen Blick

Projektdaten Angabe
Anwendung Hochtemperatur-Pumpenprüfstand
Projektpartner AURA und Circutec
Prüfstandszweck Interne Prüfung von Wärmeträger-Pumpen bei Circutec
Wärmeträgerfluid PROCESSTHERM S-460
Fluidbasis Polydimethylsiloxan (PDMS)
Temperaturbereich bis 450 °C
Projektstatus Erfolgreich in Betrieb genommen

4. Mehr als die Bereitstellung einer Wärmeträgerflüssigkeit

Das Projekt verdeutlicht zugleich den Ansatz von PROCESSTHERM bei anspruchsvollen Anwendungen. Im Mittelpunkt steht nicht ausschließlich die Lieferung eines geeigneten Wärmeträgerfluids. Ebenso wichtig ist die technische Einordnung der jeweiligen Anwendung.

Dazu gehören das Zusammenspiel von Fluidchemie, Betriebsbedingungen und Anlagentechnik sowie die Frage, wie sich der Zustand einer Wärmeträgerflüssigkeit im späteren Betrieb beurteilen lässt. Besonders bei hohen Temperaturen und PDMS-basierten Medien ist eine differenzierte Betrachtung sinnvoll, weil eine rein auf klassische Thermalöle ausgerichtete Bewertung nicht automatisch alle relevanten Aspekte einer anderen Fluidchemie abbildet.

PROCESSTHERM verbindet deshalb Produktauswahl und technische Unterstützung mit der Möglichkeit einer späteren Analyse und Zustandsbewertung von Wärmeträgerflüssigkeiten . Dies gilt auch für die weiteren PDMS-basierten Wärmeträger von PROCESSTHERM für den Hoch- und Tieftemperaturbereich .

5. Praxisbeispiel für Hochtemperatur-Prozesswärme

Der erfolgreich in Betrieb genommene Pumpenprüfstand ist für PROCESSTHERM ein anschauliches Praxisbeispiel für den Einsatz einer Hochtemperatur-Wärmeträgerflüssigkeit unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen.

Mit PROCESSTHERM S-460 kommt dabei ein PDMS-basiertes Wärmeträgerfluid zum Einsatz. Die Kombination aus realem Projekt, dokumentiertem Betriebszustand und technischer Begleitung zeigt, weshalb bei Hochtemperatur-Anwendungen nicht nur das einzelne Produkt, sondern das Zusammenspiel von Wärmeträgerflüssigkeit, Anlage und Betrieb betrachtet werden sollte.

Weitere Informationen zu PROCESSTHERM S-460
Technische Daten und weitere Informationen zur Hochtemperatur-Wärmeträgerflüssigkeit finden Sie auf der Produktseite von PROCESSTHERM S-460 .

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